Ihr Motto: Musik soll auch tanzbarer sein

Die Offenburger Band »The Independent Dogs« hat ein neues Album aufgenommen, das die vier Musiker am morgigen Samstag im KiK präsentieren. Das Motto, mit dem die vier Musiker auch neue Fans gewinnen wollen: »Schneller, härter, lauter und tanzbarer«.

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe des Offenburger Tageblatt vom 26.04.2019. Autor: Florian Pflüger

Rund zweieinhalb Jahre haben sie daran gearbeitet, nun präsentieren »The Independent Dogs« ihr drittes Album. Es heißt »Scoop The Poop«, zählt 13 Songs mit einer Gesamtspielzeit von knapp einer Stunde und ist aus Sicht der Offenburger Band schon quantitativ »eine ganz andere Nummer als die Vorgänger«. Musikalisch sollte das Album, das klassisch auf CD, aber auch bei Spotify, Amazon oder i-Tunes erhältlich ist »mehr nach vorne gehen«. Das Motto: »Schneller, härter, lauter und tanzbarer«.

Trotzdem folgt auch »Scoop The Poop« dem bisherigen Prinzip der Band: »Man nehme etwas Jazz, Rock und Folk und rühre es in funkige Grooves.

Ruhigeres wechselt sich mit Rockigem ab, einige Refrains bleiben gleich im Ohr hängen. Beim ganzen Album zeigt sich einmal mehr, dass die vier Musiker ihr Handwerk verstehen. Und auch so mancher Einfluss ist unverkennbar, erinnert das Intro zu »Rock My Boat« beispielsweise stark an die Red Hot Chili Peppers (»Snow«).

Mehr Selbstironie

Was sie im Vergleich zu den ersten beiden Alben noch anders gemacht haben? »Ein noch selbstironischeres Auftreten«, fällt den »Dogs« dazu unter anderem ein. Dazu passt auch der Titel des Albums, der – wie auch auf dem CD-Cover zu sehen ist – mit den Hinterlassenschaften von Hunden zu tun hat. Zu hören sein werden die neuen Stücke beim Release-Konzert am morgigen Samstag ab 21 Uhr im KiK.

Geschrieben wurden die Songs – wie zuvor auch – hauptsächlich von Bassist Raphael Jung und Gitarrist Manuel Bernhard, aber auch von Schlagzeuger David Ruf. Sänger Garry Shaw hat sich dann die Texte dazu ausgedacht. Keine Frage: Auch wenn der Schotte, der unter anderem in der Vergangenheit mit den »Pebble Stones« aufgetreten war und sich längst in der hiesigen Musikszene einen Namen gemacht hat, seit über 30 Jahren in der Gegend lebt, singt er ausschließlich auf Englisch.

Wurde das zweite Album »Doggystition« praktisch live im »Spitalkeller« aufgenommen, fanden die Aufnahmen diesmal vor allem im Proberaum im Keller unter dem KiK statt. Für die »Independent Dogs«, die seit 2012 Musik machen, brachte das die Herausforderung mit sich, dass bei den Aufnahmeterminen die benachbarten Bands nicht im Hause sein sollten.

Auftritte »schwierig«

Noch haben die »Independent Dogs« erst zwei Konzerttermine in diesem Jahr. Es gebe allerdings noch Anfragen, unter anderem aus Freiburg und Karlsruhe. Mit Auftritten sei es »nicht immer ganz einfach«. Denn zum einen seien die Interessen von Veranstaltern und Musikern unterschiedlich.

Spiele eine Band außerdem zu häufig in einer Gegend, verteilten sich die potenziellen Konzertbesucher auf die verschiedenen Termine – mit der Folge, dass »wenig los« sei. Spiele sie dagegen zu selten, »kennt einen keiner (mehr)«. Coverbands hätten es »gefühlt deutlich leichter«, meinen die Musiker.

Was sich die »Independent Dogs« vom Konzert morgen im KiK erhoffen? »Der Laden soll natürlich voll werden«, sagen die Musiker. Und vielleicht fänden sich neben den treuen auch neue Fans. Das sei ohnehin erst einmal das Ziel für die nähere Zukunft: »ein paar Leute mehr erreichen«. Ein viertes Album ist erst einmal nicht geplant. Für neue Aufnahmen können sich die »Independent Dogs« auch etwas im EP-Format vorstellen. »Das geht schneller, und so kann man präsenter sein.« Gerade diese Präsenz sei »in so schnelllebigen Zeiten« wichtig.