Alle Lieder selber geschrieben

»Independent Dogs« stellen ihr neues Album vor

Die Offenburger Band »Independent Dogs« hat ein neues Album aufgenommen. Dass es sich dabei allesamt um selbst geschriebene Lieder handelt, versteht sich für die vier Vollblut-Musiker von selbst. Die offizielle Release zu »Doggystition« findet am Freitag, 9. Dezember, im KiK statt.

Dezember 2016. Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Mittelbadischen , Presse. Von Florian Pflüger

Offenburg. Für die »Independent Dogs« geht es gerade Schlag auf Schlag. Weil der Schlagzeuger im Frühjahr für ein halbes Jahr ins Ausland geht, soll das dritte Studioalbum mit zwölf Liedern bis dahin eingepielt sein. Dabei will erst einmal das zweite Album präsentiert sein – die Offenburger Band ist gerade dabei. Einige Konzerte mit den neuen Songs sind bereits gespielt, am Freitag, 9. Dezember, ist die offizielle Release-Party im KiK.

Aufgenommen wurde »Doggystition« im Spitalkeller, und das Ganze praktisch live. Herausgekommen ist ein rockiges Album mit Elementen von Jazz und Funk und Pop und einigen Songs, die ins Ohr gehen.

2012 gegründet

Bereits seit 2012 machen die »Independent Dogs« zusammen Musik. Damals lernten sich der Sänger und Gitarrist Garry Shaw (52) und David Ruf (27) kennen. Der gebürtige Schotte, der seit über 30 Jahren in der Gegend lebt und zuvor unter anderem mit den »Pebble Stones« aufgetreten war, und der Schlagzeuger aus Zell a. H. Fanden in Bassist Raphael Jung (35) aus Schutterwald und Gitarrist Manuel Bernhard (35) aus Zell-Weierbach Verstärkung. Nur wenig später gaben sie schon die ersten Konzerte – vor allem mit Songs aus dem Fundus von Garry Shaw.

Dass es so schnell ging mit den ersten Auftritten der Independent Dogs, ist ein Zeichen für die Qualität der Musiker, das sehen sie auch selbst so. »Wir sind so fähig an den Instrumenten, dass wir kreativ sein können«, sagt Gitarrist Manuel Bernhard. Die vier Vollblut-Musiker haben sich bewusst gegen Coversongs entschieden. Auch wenn allen klar ist, das das bedeutet: »Wenn du Coversongs spielst, ist die Hütte voll, bei eigenen Sachen kommen vielleicht mal 30 Leute«, wie Bernhard sagt.

Zwischenzeitlich habe man sich darauf verständigt, auch ein paar fremde Songs mit aufzunehmen – gemäß dem Motto »Six feet under« nur von Musikern, die schon gestorben sind. Es war ein Spontanaktion am Tag nach dem Tod der Blues-Legende B.B. King. Aber, wie Raphael Jung einschränkt: »Coversongs machen nur Sinn, wenn man was Kreatives covert«.

Traum: eine Tour

Inwzischen liefert Garry Shaw nicht mehr die Songs, er konzentriert sich auf den Gesang und die Texte. Das komme ihm auch entgegen: »Ich wollte Rockmusik machen«, betont Shaw – aber er schreibe selbst nun mal eher Balladen. Die Lieder von Raphael Jung oder Manuel Bernhard seien inspirierend, um dann Texte dazu zu schreiben, und zwar in seiner Muttersprache, auf Englisch.

Und wohin soll der Weg einmal führen? Es sei durchaus das Ziel, sich auch überregional einen Namen zu machen, betont Manuel Bernhard. Ein Traum sei es, einmal eine Woche lang durch Deutschland zu touren, sagt Raphael Jung – »von Nord nach Süd, sieben Tage, sieben Gigs«.

Doch Garry spricht wohl auch für die ganze Band, wenn er sagt, worum es grundsätzlich geht: »Musik zu machen, Musik zu schreiben, und das gut zu präsentieren.«

HINWEIS: Das Release-Konzert der Independent Dogs zu »Doggystition« findet am Freitag, 9. Dezember, im KiK statt. Weitere Infos zur Band und Hörproben gibt es im Internet auf www.independent-dogs.de.